RINDENMULCH: Dieser wird im Frühjahr oft in großen Mengen aufegbracht - neben seinen positiven Eigenschaften (weniger Unkraut, der Boden bleibt feuchter und lockerer, ist dekorativ), hat er auch negative: Er macht den Boden sauer und entzieht im beim verrotten Stickstoff !

Folgenden Tipp für sie:

Streuen sie vor dem Ausbringen des Rindenmulchs,  z.B. Oscorna Bodenaktivator (2handvoll/m²) - dieser neutralisiert die Säure - und Oscorna Animalin oder Oscorna Baum/Strauch/Heckendünger (1handvoll/m²) -  und ihre Pflanze fühlt sich richtig wohl!! Es gibt natürlich noch andere Mittel.

Lästiges Unkraut : Was tun dagegen

Das kennt fast jeder Gartenbesitzer, der sich mal einige Zeit nicht um seinen Garten kümmern konnte, zum Beispiel, weil er im Urlaub war: Breit gemacht hat sich in seiner Abwesenheit vor allem eins: das Unkraut. Ein lästiges Thema, denn Unkraut im Garten zu entfernen, gehört sicher nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen von Hobbygärtnern.

Unkraut muss nicht immer unschön aussehen!

Eine am falschen Platz wachsende Pflanze, das ist zunächst einmal die Definition. Gärtner sprechen eigentlich von Beikraut oder Beigras. Und das hat durchaus oft seine Berechtigung, es lockert zum Beispiel den Boden auf, ist teilweise zum Verzehr geeignet und gesund (Beispiele: Löwenzahn, Giersch, Sauerampfer, Beinwell, Brennnesseln) und blüht mitunter auch recht hübsch. Kontrolliert in Grenzen gehalten, ist es in einem naturnahen Garten also durchaus erwünscht. Aber leider neigt Unkraut/Beikraut dazu, zu wuchern und anderen Pflanzen – Zier- und Gemüsepflanzen - den Platz zu stehlen. Und das ist dann schon ein Ärgernis.

Wo dürfen keine Pflanzenschutzmittel angewendet werden?

Der Hobbygärtner kann gegen Unkraut auch vorbeugen, z.B mit Pflanzenfolie.

Das Wichtigste zuerst:

  • Auf allen befestigten Flächen – also auf allen Wegen und Plätzen rund ums Haus dürfen keine chemischen Mittel zur Unkrautbeseitigung eingesetzt werden; also auch nicht die für den Haus- und Kleingartenbereich zugelassenen Mittel. Sogar der Einsatz von Hausmittelchen wie Salz, Essigsäure, Haushaltsreiniger oder ähnlichem ist auf allen Wegen, Garageneinfahrten oder Terrassen verboten und kann mit hohem Bußgeld bestraft werden. Denn alles gelangt mit dem nächsten Regenschauer schnell über den Gully oder eine Drainage in den Wasserkreislauf und belastet am Ende das Trinkwasser.
  • Nur auf gärtnerisch genutzten Flächen (z.B. Beeten und Rasen) dürfen die zugelassenen chemischen Unkraut-Vernichtungsmittel eingesetzt werden, da sie hier im Boden recht schnell biologisch abgebaut werden können. Bei sehr großen, verunkrauteten Gärten oder auch bei sehr hartnäckigem und in die Tiefe und Breite wurzelndem Unkraut wie Giersch oder Quecke kann der Einsatz nötig sein.

Aber es gibt für den Hobbygärtner jede Menge Alternativen, um lästiges Grünzeug aus den Fugen, aber auch den Beeten zu holen.

Unkrautbekämpfung auf befestigten Flächen:

  • Hochdruckreiniger
  • Fugenkratzer ermöglichen einen gezielten Einsatz. Sie gibt es auch an einem langen Stiel, so dass lästiges Bücken entfällt.
  • Thermisches Verfahren mit Abflammgeräten: Pflanzen müssen nur kurz erhitzt werden und verwelken dann vollständig.
  • Stahlbürsten, sie gibt es sogar motorbetrieben
  • Fester Besen und heißes Wasser leisten ebenfalls gute Dienste

Unkrautbekämpfung im Garten:

Wer Bodendecker pflanzt, die das ganze Beet bedecken, kann auf die Folie auch verzichten!

Aber es gibt natürlich nicht nur Unkraut in den Ritzen von befestigten Flächen, sondern auch zwischen Blumen und Gemüse und auch auf dem Rasen. Die preisgünstigste, umweltschonendste und sportlichste Methode lautet da: "Hacken und Jäten hält fit":

  • Jäten mit der Hand bietet sich bei allen vereinzelt stehenden Unkräutern an, besonders flach wurzelnde Arten lassen sich leicht aus dem Boden ziehen
  • Hacken ist überall dort sinnvoll, wo sich Unkraut flächig ausgebreitet hat
  • Wichtig ist: die Wurzeln müssen mit raus und das bedeutet bei manchem Kraut auch tief hacken und graben.
  • Unkraut immer vor der Blüte entfernen, damit sich die Samen nicht überall verteilen kann
  • am einfachsten funktioniert die manuelle Unkrautbeseitigung nach einem kräftigen Regenguss. Denn dann kommt man leichter in den Boden. Der Nachteil: Das Unkraut sollte dann nicht auf dem Beet liegen bleiben, weil es schnell wieder einwurzeln kann. Ist es trocken, kann es liegen bleiben und vertrocknet schnell.
  • Thermische Geräte: Durch die Hitze denaturiert das Eiweiß in den Pflanzen und sie sterben ab. Eignet sich eher für Wegeränder als für größere Beete. Außerdem muss man aufpassen, dass man keine anderen, erwünschten Pflanzen mit vernichtet.
  • Chemische Mittel: Für den Hobbygärtner sind im Handel unter anderem folgenden Unkrautvernichtungsmittel zugelassen: Round up, Vorox, Keeper, Weedex. Sie sind ungiftig für Mensch und Tier und müssen einfach aufgesprüht werden.

Unkrautvermeidung:

Hat es mit der Vorbeugung nicht geklappt, nimmt man sich Hilfsmittel zur Hand.

  • Immergrüne Bodendecker wie zum Beispiel Kriechspindel, Zwergspiere, Immergrün, Efeu oder auch verschiedene, wuchernde Stauden bedecken ein Beet komplett und lassen keinen Platz mehr für Unkraut. Eine pflegeleichte Lösung! Außerdem gilt die Regel: Wo kein Licht durchkommt, wächst auch kein Unkraut.
  • groben Rindenmulch zwischen Pflanzen auf einem Beet ausstreuen. Da kann das Unkraut nicht durchwachsen.
  • um Gemüse- und Kräuterbeete, blühende Rosensträucher oder Staudenbeete vorbeugend vor Unkraut zu schützen, kann man vorm Pflanzen spezielle, schwarze Pflanzvliese auf einem Beet ausbreiten. Mit einer Schere werden Löcher hinein geschnitten und dort hinein wird gepflanzt. Den Rest des Vlieses versteckt man unter einer Rindenmulch-Schicht.
  • Hecken pflanzen, damit nichts aus Nachbars Garten kommt. Der Unkrautsamen bleibt in der Hecke hängen und breitet sich nicht im eigenen Garten aus

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