Rosen

Tipp 1: Der richtige Standort

Rosen sind sonnenhungrig und fühlen sich an einem warmen, sonnigen, luftigen Platz am wohlsten. Die meisten Sorten bevorzugen einen vollsonnigen Standort, es gibt aber auch Sorten, die im Halbschatten (mit mindestens fünf Stunden Sonnendauer) gedeihen.

Auch wenn Rosen Wärme lieben: Überdachte Terrassen, auf denen sich die Hitze staut, oder auch Südwände können zu Problemen führen. Durch die Reflexion der Sonnenstrahlen entsteht sehr heiße, trockene Luft, die das Auftreten von Echtem Mehltau und Spinnmilben begünstigt.

Auch im Beet braucht eine Rose ausreichend Platz. Wird sie von anderen Pflanzen bedrängt, kann die Luft nicht ausreichend zirkulieren und es erhöht sich die Gefahr eines Befalls mit Pilzkrankheiten.

Tipp 2: Die Bodenbeschaffenheit

Rosen haben lange Wurzeln, die tief in den Boden vordringen. Dementsprechend sollte der Boden tiefgründig, gut durchlüftet und aufgelockert sein. Optimal ist ein mittelschwerer Boden aus einem Gemisch von Lehm, Humus und Sand. Hier werden Nährstoffe und Wasser gut gehalten und gleichzeitig ist er durchlässig, locker und lufthaltig.

Zu schweren oder tonhaltigen Boden kann man mit Sand-Einmischungen verbessern. Zu sandige Böden können mit speziellen Bodenverbesserern, Lehm oder Kompost aufgewertet werden.

Tipp 3: Die Düngung

Rosen sind Starkzehrer und brauchen somit eine angemessene Düngung. Im Sommer ist es vor allem bei den mehrfach blühenden Sorten sinnvoll, nach der ersten Blüte eine leichte Nachdüngung vorzunehmen.

Nach Mitte Juli bitte keinen Volldünger mehr geben, sondern besser einen kaliumbetonten Dünger, damit das Gehölz vor dem Winter ausreichend ausreifen kann und somit die sortenspezifische optimale Winterhärte erhält.

Tipp 4: Der Sommerschnitt

Auch wenn der Hauptschnitt der Rosen im Frühjahr zur Forsythienblüte stattfindet – ganz ohne Pflege kommen die Rosen auch im Sommer nicht aus. Bei den mehrfach blühenden Sorten muss das Verblühte entfernt werden, um die Rose zur Ausbildung neuer Blütenknospen anzuregen.

Einmal blühende Rosen bitte nicht schneiden, sonst würde man im Herbst die attraktiven Hagebutten verlieren. Beim Sommerschnitt kann man zugleich die Wuchsform korrigieren, je nachdem, wie tief man zurückschneidet.

Es gibt einige mehrfach blühende Rosensorten, die sich quasi von alleine ausputzen. Bei ihnen genügt ein Windstoß, und die Blütenblätter ausgeblühter Sorten fallen von alleine ab. Gerade bei hochwachsenden Rosen wie der weißen Kletterrose „Schneeflocke Plus“ ist das ausgesprochen praktisch.

Tipp 5: Rosen im Kübel

Auch auf Balkon und Terrasse muss man auf Rosen nicht verzichten. Man kann sie tatsächlich auch im Topf halten, wenn man bestimmte Punkte berücksichtigt:

  • Der Kübel muss mindestens 30 Zentimeter Durchmesser haben und tief genug (circa 40 Zentimeter) sein.
  • Das Abflussloch des Kübels mit einer Tonscherbe bedecken.
  • Darauf eine Drainageschicht aus Blähton geben (etwa drei bis fünf Zentimeter).
  • Rosenerde einfüllen.
  • Rose mit der Veredlungsstelle fünf Zentimeter tief in die Erde einpflanzen.
  • Kübel auf „Füße“ stellen, damit das Wasser gut ablaufen kann.

Nach circa zwei Jahren wird die Rose wahrscheinlich so gewachsen sein, dass sie entweder in einen entsprechend größeren Kübel gepflanzt oder zurückgeschnitten werden muss: Hierfür nimmt man die Rose aus dem Topf und verkleinert sowohl den Wurzelballen als auch die oberirdischen Triebe auf die passende Größe. Dann mit frischer Rosenerde wieder in den Kübel einpflanzen.

Tipp 6: Der Rosenkauf

Wer neue Rosen pflanzen möchte, der sollte im Sommer zur Blütezeit die entsprechenden Sorten auswählen, aber mit dem Kauf noch bis zum Herbst warten. Denn dann wird sogenannte wurzelnackte Ware angeboten, also Rosen ohne Erde an den Wurzeln. Diese sind ein Drittel preiswerter als Rosen im Container (Topf).

ADR-Rosen: Die Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung (ADR) ist ein Arbeitskreis, der Rosen unter anderem auf Frosthärte, Blütenwirkung und Blühfreude, Duft und Widerstandsfähigkeit gegenüber Blattkrankheiten testet – an elf verschiedenen Standorten in Deutschland.

Diese Qualitätsbezeichnung ist ein nützlicher Wegweiser für den Rosenkauf in der schier ungeheuren Rosensortenvielfalt, die im Handel angeboten wird. Momentan tragen 157 Sorten dieses Siegel. Jedes Jahr werden bis zu 50 neue Sorten aus Europa getestet. Die aktuelle Liste ist im Internet zu finden.

Nicht nur die Sortenauswahl ist entscheidend, sondern auch der Zustand der angebotenen Rose. Nehmen Sie beim Rosenkauf ruhig einmal die Rose aus dem Topf und schauen Sie sich den Wurzelballen näher an: Er sollte unbedingt fest und kompakt sein – die Erde sollte nicht auseinander fallen. Der Rose geht es richtig gut, wenn neben den größeren braunen auch feine weiße Würzelchen zu sehen sind.


Autorinnen: Anja Koenzen und Marika Liebsch

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