Alle Arbeiten im Mai

Ab Mitte Mai – nach den Eisheiligen - dürfen die Jungpflanzen ins Beet.

  • Wählen Sie fürs Freiland am besten Tomaten-Sorten, die wenig anfällig sind für die gefürchtete Kraut- und Braunfäule. Oft werden Tomaten daher heute auf robuste Unterlagen veredelt ähnlich wie beim Obstanbau (Veredelte Tomaten)
  • Viel Sonne, ein nährstoffreicher Boden, ein Regenschutz für die Blätter, eine Rankhilfe und viel Wasser; das ist ideal für Tomaten, Paprika und Co.  Günstig ist es besonders bei Tomaten, mit einem kleinen Blumentopf mit Loch am Fuß der Pflanze das Gießwasser direkt gezielt zu den Wurzeln zu leiten.
  • Im Freiland eignen sich am besten früh reifende Sorten, da sie nicht ganz so viel Sonne benötigen.
  • Für Terrasse und Balkon sind Buschtomaten und Kirsch und Cocktail-Tomaten am günstigsten, hier gibt es mittlerweile spezielle Züchtungen, die niedrig und kompakt wachsen. Gepflanzt werden kann in große Kübel, aber auch direkt in einen Sack mit Blumenerde (Sackkultur – Achtung: Unten Löcher in den Sack stechen, damit sich im Innern kein Wasser stauen kann)
  • Einige bekannte, besonders robuste und ungewöhnliche Sorten fürs Freiland:
  • Berner Rose; beliebt in Feinschmeckerkreisen, rot und rund, geringe Ernte, mittelspät bis spät
  • Bolzano; orangefarbene, runde Früchte mit hohem Carotin-Anteil, früh reifend, hoher Ertrag
  • Harzfeuer; beliebt bei Hobbygärtnern und Erwerbsanbauern, Züchtung aus der ehemaligen DDR, rote, runde Früchte, früh reifend, sehr hoher Ertrag
  • Ananastomate; alte Sorte aus Kentucky, Riesenfrüchte mit intensivem Geschmack, braucht unbedingt eine stabile Stütze, etwa fünf Früchte pro Pflanze
  • Andenhorn; Bauernsorte aus den Anden, Früchte sehen aus wie Paprika, spitz,  intensiv rot und guter Geschmack
  • Ochsenherz; in Feinschmeckerkreisen beliebt, Sorte aus Italien, große herzförmig aussehende Früchte mit wenig Saft, intensiv schmeckend, auch für kühle Regionen im Freiland geeignet, hoher Ertrag
  • Schwarze Russische; ungewöhnlich wegen der dunkelrot-schwarzen Haut, prallrunde Form, sehr aromatisch, muss reif schnell verbraucht werden
  • Dolce Vita, Cherrytomate an langen Rispen, mit sehr intensivem, süßen Geschmack, gut geeignet auch für Anbau im Kübel, hoher Ertrag, sehr widerstandsfähig
  • Goldita; sehr früh reifende Kirschtomate mit hohem Ertrag bis in den Herbst hinein, gelb-orange Farbe, gut geeignet auch für Anbau im Kübel
  • Philovita; kleine Cherrytomate mit dunkelroten Früchten, neue Züchtung mit hohem Ertrag, hochtolerant gegen Kraut- und Braunfäule

Bewässerung bei langer Trockenheit

Bewässerung ist dieser warmer Tage besonders wichtig.

Bewässerung ist in der Regel vor allem ein Thema in den Sommermonaten. Da es in diesem Frühling allerdings ungewöhnlich trocken und warm ist, muss natürlich auch jetzt schon regelmäßig gegossen werden; in Kübeln und Kästen ebenso wie in frisch gesäten und bepflanzten Beeten. Am besten frühmorgens gießen und nicht über die Blätter, sondern direkt an den Wurzelballen. So verringert man das Risiko eines Pilzbefalls.

Beim Rasenmähen die Halme ruhig mal etwas länger stehen lassen. So beschatten sie besser den Boden und der trocknet nicht so schnell aus.

Erdbeerbeet pflanzen und mulchen

Bei Erdbeeren sollte das Beet nun gemulcht werden.

Traditionellerweise pflanzt man Erdbeeren im August und erntet dann im Mai/Juni. Aber das muss nicht mehr sein, denn es gibt jetzt einige neue Sorten auf dem Markt. Sie heißen Evita, Rapella, Tribute, Mara de Boirs und Siskeep. Und diese dauer-blühenden Sorten - remontierend lautet der Fachbegriff – die können auch im zeitigen Frühjahr – also von Ende April bis etwa Ende Mai - gepflanzt werden.

  • Erdbeeren lieben lockeren und warmen Boden
  • vor dem Pflanzen Unkraut auf dem Beet entfernen und umgraben
  • am besten eine wärmende Mulchfolie unterlegen, die schützt auch vor Unkraut
  • kleine Löcher in die Folie schneiden und Pflanzen dort einsetzen
  • nur zwei Reihen pro Beet mit reichlich Abstand (35 cm in der Reihe) pflanzen
  • pro Mutterpflanze immer nur ein bis zwei Ausläufer stehen lassen. (Ausläufer: das sind die Jungpflanzen, die sich bald bilden)
  • alle zwei Wochen mit speziellem Beerendünger nachdüngen.
  • den Boden im Erdbeerbeet mit Stroh oder Rindenmulch bedecken, das hält die Früchte sauber und trocken und schützt vor Fäulnis.

Pflanzenstärkung

Im Mai ist auch der richtige Monat, um die Gartenpflanzen mit sogenannten Pflanzenstärkungsmitteln robuster gegen Pilz- und Schädlingsbefall zu machen.

  • Nicht zu verwechseln sind die Stärkungsmittel mit den Pflanzenschutzmitteln, die immer dann zum Einsatz kommen, wenn die Pflanzen schon von Läusen oder Pilzen befallen sind.
  • Im Unterschied zu den klassischen, chemischen Pflanzenschutzmitteln bestehen die Stärkungsmittel nur aus natürlichen Stoffen wie Algenextrakten, Mineralien, Spurenelementen, getrockneten Pflanzenteilen oder Pflanzensäften in unterschiedlichen Kombinationen.
  • Pflanzenstärkungsmittel werden ausschließlich vorbeugend zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Pflanze eingesetzt nach dem Motto „Wer gesund lebt, wird erst gar nicht krank und braucht auch keine Medikamente“.
  • Die Stärkungsmittel sollen außerdem den Boden entgiften und die Mikroorganismen im Boden fördern. So können die Pflanzen Nährstoffe und Spurenelemente besser aufnehmen.
  • Gegen aktuellen Laus- oder Pilzbefall selbst können sie allerdings als sofortige Bekämpfung nicht eingesetzt werden
  • Sie kosten je nach Art und Zusammensetzung zwischen 4 bis 20 Euro pro  Liter
  • und werden einmal pro Woche oder alle zwei Wochen in einer kleinen Menge je nach Dosierungsanleitung einfach ins Gießwasser gegeben.
  • Ganz wichtig: Die Stärkungsmittel ersetzen nicht die Düngung!

Pflanzenschutz an Obstbäumen im Mai

Gegen Früchte ohne tierische Beilage gibt es praktische Methoden.

Apfelwickler:

  • Schadbild: Maden im Apfel, Früchte fallen vorzeitig ab,
  • Vorbeugung mit Madenfallen/Pheromonfallen im Mai, die einfach in den Baum  gehängt werden
  • Bekämpfung mit biologischen Spritzmitteln gegen Obstmaden


Kirschmaden:

  • Schadbild: Bräunliche, weiche Stellen am Stielansatz reifender Früchte, im Innern weiße Maden
  • Vorbeugung: Kirschmadenfallen werden aufgehängt, wenn Kirschen anfangen zu reifen und gelb werden. Kirschfruchtfliegen bleiben auf beleimten Tafeln hängen und können sich nicht mehr vermehren


Birnengitterrost:

  • Schadbild: Oben auf Blättern orange Flecken, unten gelbliche Pusteln
  • Vorbeugung: regelmäßige Behandlung mit Pilzschutzmitteln ab April
  • Bekämpfung: Befallenes Laub im Herbst aufsammeln und entsorgen (nicht auf den Kompost!)


Echter Mehltau am Wein:

  • Schadbild zum Beispiel am Wein: Mehlartiger Belag auf blättern, Trieben und Früchten. Blätter vertrocknen und fallen ab, Früchte platzen auf
  • Bekämpfung: mit Spritzmitteln im Frühjahr zwischen Austrieb und Blüte


Kräuselkrankheit beim Pfirsich:

  • Schadbild: aufgerollte, hellgrün deformierte Blätter, Laub und Früchte fallen vorzeitig ab,
  • Vorbeugung: befallene Triebe und Blätter frühzeitig abschneiden, fachgerechter Schnitt
  • Bekämpfung: ab Knospenschwellung mit Pilzschutz behandeln

Rhododendron und Azaleen pflanzen

Sie gehören zu den beliebtesten Gartengehölzen und jetzt im Mai/Juni blühen sie schillernd und üppig in allen Farben. Die Rede ist vom Rhododendron – landläufig auch Alpenrose genannt. Über 1000 verschiedene Arten sind bekannt; von winzigen Zwergsträuchern bis zum baumgroßen Strauch. Und von wegen: Im Schatten ist es farblos. Der Rhododendron beweist jedes Jahr aufs Neue das Gegenteil.
Er ist ein ideales Garten-Gehölz für den Halbschatten und ist pflegeleicht und robust. Aber der Boden muß stimmen. Rhododendren mögen es sauer, dass heißt, der pH-Wert sollte niedrig sein; am besten zwischen 4,0 und 5,5. Der günstigste Standort ist der windgeschützte, feuchte Halbschatten.
Rhododendron neu pflanzen:
Wenn Sie Rhododendren oder Azaleen neu pflanzen wollen, dann gilt es einiges zu beachten.

  • heben Sie zunächst ein besonders großes Pflanzloch aus
  • stellen Sie die Pflanze vor dem Einsetzen in ein Wasserbad. Sie liebt es feucht und ist schließlich eine Moorbeetpflanze
  • Rhododendren lieben humusreichen, sauren und lockeren Boden: Arbeiten Sie deshalb Torf oder spezielle Rhododendron-Erde mit ins Pflanzloch ein
  • pressen Sie den jungen Rhododendron nicht etwa mit den Schuhen fest in die Erde, sondern drücken Sie ihn nur ganz leicht mit den Händen im Pflanzloch an. Ein lockerer Boden, das ist entscheidend, damit die junge Pflanze gut Wurzeln schlägt
  • anschließend noch speziellen Rhododendron-Dünger dazugeben
  • großzügig an giessen; am besten mit kalkarmem Regenwasser
 

Teichbepflanzung

Im Teich kann man nun auch "pflanzen".

Die einzelnen Schritte bei der Teichpflege im Frühjahr:

  • alte Stauden bis auf eine Handbreit über dem Boden abschneiden
  • Binsen und Gräser ggf. als Deckung für laichende Kröten und Frösche noch einige Wochen länger stehen lassen
  • evt. mit einem Teichsauger Boden und Randbereiche von Schlamm, Laub und anderen Pflanzenresten befreien. (Ein Teichsauger kann im Fachhandel ausgeliehen werden)
  • Bachlauf reinigen und von Pflanzenresten  befreien
  • Technik überprüfen und reinigen, Pumpe, Bachlauf, Filter, Wasserspiele wieder an schließen
  • ab Mai darf auch neu gepflanzt werden
  • Seerosen im Teich für einige Wochen höher stellen und düngen
  • Seerosen, die sich zu sehr ausgebreitet haben, können nun geteilt werden
  • alle paar Jahre besonders bei kleinen Teichen nötig: faulenden Schlamm vom Teichboden entfernen, bei Fertigbecken geht das mit einer Schaufel, bei Folienteichen am besten von Hand, damit die Folie nicht beschädigt wird.

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