Gartenarbeiten im Juni

 

Stauden-Pflege:

Mit einem Rückschnitt kann sich hier nochmal neue Blüte zeigen.

  • Frühsommerstauden wie Akelei, Rittersporn, Lupinen oder Fingerhut gehören zu den sogenannten remontierenden Stauden, dass heißt, sie können mehrfach im Jahr blühen. Dazu benötigen sie aber nach der ersten Blüte einen Rückschnitt. Bodennah sollten alle Triebe, wenn sie verblüht sind, zurück geschnitten werden. Schon bald wird frisches Laub sprießen und kurze Zeit später entwickeln sich auch schon wieder die ersten Knospen.
  • Da im Juni häufig mit Gewitter gerechnet werden muss und die Regenschauer besonders hohe Prachtstauden oft zum Umkippen bringen, sollten diese rechtzeitig mit Stauden-Stützen dagegen geschützt werden. Alternativ dazu kann man die Pflanzen auch zusammenbinden. Phlox, Dahlien, Sonnenhut, Astern und andere Stauden bleiben so auch bei heftigem Regen aufrecht stehen.

Tomaten ausgeizen/Kartoffelen anhäufeln:

Das Anhäufeln ist wichtig, damit die Kartoffelknöllchen nicht ans Licht kommen.

  • Im Juni beginnt das sogenannte Ausgeizen der Tomaten. Dabei handelt es sich um kleine „Geiztriebe“, die in den Blattachseln zu wachsen beginnen. Sie müssen rausgebrochen werden, weil sie die Pflanze zwar viel Kraft kosten, aber keine Früchte bilden. Die Blütenrispen bleiben natürlich stehen, denn hier wachsen schon bald die Tomaten.
  • Kartoffel-Pflanzen müssen im Juni -  wenn sie etwa 10 bis 15 Zentimeter hoch gewachsen sind - angehäufelt werden. Das heißt, rund um ihre Wurzeln wird ein etwa 10 Zentimeter hoher Erdwall angehäufelt. Das kann man mit einem speziellen Kartoffel-Häufler tun oder auch mit Spaten oder Hacke. Warum nun dieser Aufwand? Dicht unter den Pflanzen wachsen bereits die zarten Kartoffelknöllchen. Gelangen die ans Licht, werden sie grün und sind nicht mehr genießbar. Daher müssen sie im Dunkeln bleiben.

Sommerschnitt und Heckenschnitt:

  • Der Johannestag am 24. Juni ist ein ganz wichtiger Tag für den Hobbygärtner: Die Zeit der Spargelernte ist zu Ende, die Johannisbeeren werden reif und es ist die Zeit für den „Johannesschnitt“. Das ist der Sommerschnitt bei Hecken wie Hainbuchen, Liguster oder Berberitzen. Der hat den Vorteil, dass die Hecke danach nur noch schwach austreibt und schön kompakt bleibt. Außerdem darf nach dem Johannestag wieder geschnitten werden, weil nun keine Vögel mehr brüten.

Rebenschnitt:

  • Im Juni werden die Spitzen der Weinreben gestutzt oder gegipfelt, wie der Winzer sagt. Denn die ganze Kraft der Rebe soll nicht mehr in neue Blätter gehen, sondern in die Entwicklung der Trauben.

Gehölzschnitt:

  • Auch früh blühende Gehölze wie Weigelien, Forsythien, Mandelbäumchen, Flieder oder früh blühende Clematis können und sollten jetzt zurück geschnitten werden, denn das fördert der Blütenansatz fürs nächste Jahr.

Hacken, jäten, düngen:

Ein Düngen seiner Pflanzen sollte man zu dies "hungrigen Tagen" nicht vergessen.

  • Durch regelmäßiges flaches Hacken des Bodens in den Blumen- und Gemüsebeeten verhindert man, dass Feuchtigkeit im Boden zu leicht verdunsten kann. Und auf der anderen Seite entfernt man Unkräuter, die im Gemüse und Blumenbeet nix zu suchen haben.
  • Im Frühsommer machen die Pflanzen ihren stärksten Zuwachs und brauchen regelmäßig Futter; also Dünger. Bei der Düngerauswahl sollte man immer die Ansprüche der Pflanzen berücksichtigen. Tomaten, Sellerie oder Clematis zum Breispiel  bevorzugen einen kalibetonten Dünger. Und Rhododrendron und Azaleen benötigen einen speziellen Moorbeet-Dünger.
  • Aber auch alle anderen Stauden, Rosen und auch die Blumenkästen müssen jetzt gedüngt werden. Zur Auswahl gibt es da verschiedene Dünger: Man unterscheidet organischen Dünger wie Hornspäne, Kompost oder Brennnesseljauche, die erst im Boden noch von Mikroorganismen umgewandelt und verfügbar gemacht werden müssen und schnell wirkenden mineralischen Dünger wie Blaukorn.

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